CO2-Kompensation · Pressemitteilungen · Projekte · 04. Okt. 2017 · hagedorn

Unternehmensgruppe Knauber ist zum siebten Mal klimaneutral

Bereits zum siebten Mal in Folge stellt die Unternehmensgruppe Knauber ihren gesamten CO2-Ausstoß klimaneutral. Eine Emissionsmenge von rund 4.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid wurde für 2016 durch den Kauf von Klimazertifikaten kompensiert. Knauber unterstützt auf diese Weise Projekte in Indien und Mali, die nachweislich die entsprechende Menge an klimawirksamen Emissionen einsparen.

Die Emissionswerte der Knauber Unternehmensgruppe mit den Bereichen Holding, Freizeit und Energie werden jedes Jahr durch eine eigene Projektgruppe innerhalb des Unternehmens ermittelt. Der CO2-Fußabdruck, den die Unternehmensgruppe hinterlässt, wird auf diese Weise genau erfasst und von einem unabhängigen Gutachter – dem TÜV Rheinland – testiert. Gleichzeitig überprüft der TÜV auch die eingekaufte Menge an Klimazertifikaten. Zum siebten Mal verleiht die Prüfstelle nun Knauber den Titel „klimaneutrales Unternehmen“.

Bei der Klimaneutralstellung setzt Knauber auf den Kauf von anerkannten Klimazertifikaten, die bestimmte Standards erfüllen müssen. So führt Knauber beispielsweise Projekte mit den Standards GS VER (Gold Standard Voluntary Emission Reduction) und UN CER (United Nations Certified Emission Reduction). Aus der Reihe an anerkannten Unternehmen, die derartige Projekte entwickeln und Zertifikate ausstellen dürfen, hat sich Knauber bei der Umsetzung seines Kompensationsmodells für eine Kooperation mit den Firmen South Pole Carbon Asset Management Ltd. und der Firma Fokus Zukunft GmbH & Co. KG entschieden.

Neben der genauen Erfassung und Klimaneutralstellung der Emissionen setzt Knauber auch sein Engagement, den Energieverbrauch der Unternehmensgruppe weiter zu reduzieren, fort. Zum Vergleich: Betrug die Emissionsmenge zum Zeitpunkt der Gründung der Initiative Knauber Pro Klima im Jahr 2010 noch 6.000 Tonnen CO2, waren es 2016 nur noch rund 4.000 Tonnen – also 2.000 Tonnen weniger. Natürlich bemüht sich die Unternehmensgruppe weiterhin, Einsparpotenziale zu identifizieren.

Knauber ist ein regionales Traditionsunternehmen und übernimmt freiwillig Verantwortung auf wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Ebene. Mit der Initiative Knauber Pro Klima möchte das Unternehmen aber nicht nur selbst dazu beitragen, dass die wichtigen globalen Klimaziele erreicht werden, sondern auch den Kunden anbieten, sich an der Initiative zu beteiligen. Beispielsweise vertreibt das Unternehmen über seine Energie-Sparte klimaneutrale Produkte, unter anderem klimaneutrales Heizöl, Erdgas und Flüssiggas. Darüber hinaus bietet das Unternehmen seit einiger Zeit Ökostrom aus hundert Prozent Wasserkraft an.

„Als regional tätiges Familienunternehmen sind wir uns unserer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt bewusst“, sagt Dr. Ines Knauber-Daubenbüchel, geschäftsführende Gesellschafterin der Firmengruppe. „Deshalb engagieren wir uns schon seit vielen Jahren und suchen ständig nach weiteren Möglichkeiten, unsere Energiebilanz zu verbessern.“

CO2-Kompensation – Was ist das?
Um die Klimaveränderung auf ein erträgliches Maß einzugrenzen, versucht die Knauber Unternehmensgruppe, möglichst wenig CO2 zu verursachen. Unvermeidbare Emissionen können mit Klimaschutzmaßnahmen an einem anderen Ort ausgeglichen werden, da es für das Klima keine Rolle spielt, wo die unerwünschten Gase in die Atmosphäre gelangen und wo sie reduziert werden. Wichtig ist, dass sie in der Summe abnehmen. Emissionen an dem einen Ort können also an andere Stelle wieder eingespart werden. Diesen Vorgang nennt man Kompensation. Konkret: Experten berechnen die Menge an klimawirksamen Emissionen, die zum Beispiel durch Geschäftstätigkeiten entstehen. Unternehmen erwerben für den berechneten Treibhausgas-Ausstoß Klimazertifikate, deren Erlös in Klimaschutzprojekte rund um die Welt investiert wird. Hier werden klimabelastende fossile Energiequellen durch erneuerbare Energien ersetzt oder Energieeffizienzmaßnahmen realisiert. Damit werden klimawirksame Emissionen „eingespart“, was nun in dem Kompensationsmodell unvermeidliche Emissionen anderswo ausgleichen kann. Global gesehen wird also kein zusätzliches Treibhausgas freigesetzt.

Unterstütztes Klimaprojekt 1 – Solarenergie-Projekt in Indien
Das Adani Enterprises Limited Solar PV Power-Projekt, ein United Nations Certified Emission Reduction (UNCER)-Projekt, fördert die Erzeugung von Solarenergie in Indien. Im Bundesstaat Gujarat kommt normalerweise hauptsächlich Energie auf Basis von fossilen Brennstoffen zum Einsatz. Durch das Projekt wird künftig weniger Energie aus fossilen Brennstoffen produziert, die fossilen Rohstoffe werden geschont. Gleichzeitig werden durch den Einsatz von Solarenergie weniger klimaschädliche Treibhausgase produziert. Pro Jahr sollen auf diese Weise 62.217 Tonnen CO2 eingespart werden. Darüber hinaus schafft das Projekt Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung.

Unterstütztes Klimaprojekt 2 – Biomasse-Projekt in Indien
Das Gold Standard Klimaschutzprojekt Godawari Power und Ispat Limited (GPIL) ermöglicht den Betrieb einer 20 MW Biomasseanlage in Siltara, Raipur, in Indien. Als erneuerbare Energiequelle werden biogene Reststoffe, vor allem auf Basis von gebrauchten Reisschalen, verwendet. Da Biomasse ein CO2-neutraler Energieträger ist, entstehen durch die Produktion von Biogas faktisch keine CO2-Emissionen. Zudem wird durch die Bereitstellung von Strom aus Biomasse, Strom aus klimaschädlicheren Energieträgern, wie zum Beispiel Kohlestrom, zunehmend verdrängt. Auch wird durch die Nutzung von Reisschalen Biokraftstoff zur Verfügung gestellt, der keinen zusätzlichen Flächenbedarf für den Anbau von Biomasse erfordert. Insgesamt produziert die Biogasanlage jährlich eine Leistung von 126,72 GWh. Die Reisschalen werden in der umliegenden Provinz im Umkreis von 50 km zur Biogasanlage bezogen.

Unterstütztes Klimaprojekt 3 – Kochöfen-Projekt in Mali
Durch Dürreperioden und die Nutzung von Feuerholz als Brennstoff nimmt die Abholzung und somit die Wüstenbildung in Mali stetig zu. Offene Feuerstellen in Haushalten beeinträchtigen auch die Gesundheit negativ, wovon insbesondere Frauen und Kinder betroffen sind. Das Gold Standard-Projekt vertreibt moderne, effiziente und kostengünstige Kochöfen, die zum Klimaschutz und zur Verbesserung der Lebensbedingungen in Mali beitragen. Zudem senkt es die Nachfrage nach Holz und Kohle, reduziert die Brennholzausgaben von Familien und vermeidet seit Projektbeginn bereits 987.351 Tonnen Treibhausgase. Auch die Abholzungsrate wird verlangsamt und die Wüstenbildung eingedämmt. Bisher wurden bereits 208.114 saubere Kochöfen ausgegeben. Die Kocher sind 50 Prozent effizienter und verhindern die Rauchentwicklung, was die gesundheitliche Belastung, insbesondere von Frauen und Kindern, verringert. Die lokale Produktionsstätte in Bamako beschäftigt 27 Angestellte, davon 30 Prozent Frauen. Durch den Vertrieb innerhalb eines regionalen Netzwerks in Mali können über 250 Menschen ihr Einkommen verbessern.