Pressemitteilungen · 27. Okt. 2010 · admin

Unternehmensgruppe Knauber ist klimaneutral

Die Knauber Gruppe hat sich durch den Kauf von Klimazertifikaten zu 100 Prozent CO2-neutral gestellt und ist damit das erste klimaneutrale Unternehmen in Bonn.

Der CO2-Ausstoß der Knauber Gruppe mit den Unternehmensbereichen Holding, Freizeit und Energie beträgt nach Realisierung aller CO2-Einsparmöglichkeiten durchschnittlich 6.000 Tonnen pro Jahr. Um diesen unvermeidbaren Ausstoß auszugleichen, hat Knauber im Rahmen der Initiative Knauber Pro Klima 100 Klimazertifikate erworben, mit deren Erlös Klimaschutzprojekte in Honduras und Taiwan ermöglicht werden, die nachweislich die entsprechende Menge an klimawirksamen Emissionen einsparen.

Neben der Ausschöpfung des Energiesparpotentials hat Knauber als Ökoprofit-Unternehmen auch seinen CO2-Ausstoß bislang durch eine eigene Projektgruppe ermittelt. Künftig wird der CO2-Fußabdruck, den Knauber hinterlässt, von einem unabhängigen Gutachter testiert werden.

Der Kauf der international anerkannten Klimazertifikate (Standards VCS/Voluntary Carbon Standard und GS VER/Gold Standard Voluntary Emission Reduction) ist gleichzeitig der Startschuss für die Initiative Knauber Pro Klima. Unter deren Dach wird das Unternehmen künftig die Maßnahmen zum Umweltschutz bündeln. Ziel der neuen Initiative ist, das Engagement für eine bessere Umwelt kontinuierlich fortzuführen und weiterzuentwickeln.

Knauber ist ein regionales Traditionsunternehmen und übernimmt freiwillig Verantwortung auf wirtschaftlicher, ökologischer und auf sozialer Ebene. Mit der Initiative Knauber Pro Klima möchte das Unternehmen aber nicht nur selbst dazu beitragen, dass die wichtigen globalen Klimaziele erreicht werden, sondern auch den Kunden anbieten, sich an der Initiative zu beteiligen. Dazu ist zunächst die Einführung der Produkte ‘Heizöl klimaneutral’ und ‘Flüssiggas klimaneutral’ geplant. Mit einem geringen Aufschlag können Kunden den CO2-Ausstoß kompensieren, der durch die Verbrennung von Öl oder Gas entsteht.

‘Gegen den drohenden Klimawandel kann jeder im Rahmen seiner eigenen Möglichkeiten etwas tun – hier möchten wir als Unternehmen aktiv werden und Impulse in der Region setzen’, sagte Dr. Ines Knauber-Daubenbüchel, geschäftsführende Gesellschafterin der Firmengruppe.

CO2-Kompensation – was ist das?

Um die Klimaveränderung auf ein erträgliches Maß einzugrenzen, müssen wir versuchen, möglichst wenig CO2 zu verursachen. Unvermeidbare Emissionen können mit Klimaschutz-Maßnahmen an einem anderen Ort ausgeglichen werden, da es für das Klima keine Rolle spielt, wo die unerwünschten Gase in die Atmosphäre gelangen und wo sie reduziert werden. Wichtig ist, dass sie in der Summe abnehmen. Emissionen an dem einen Ort können also an anderer Stelle wieder eingespart werden. Diesen Vorgang nennt man Kompensation. Konkret: Experten berechnen die Menge an klimawirksamen Emissionen, die zum Beispiel durch Geschäftstätigkeiten entstehen. Unternehmen erwerben für den berechneten Treibhausgas-Ausstoß Klimazertifikate, deren Erlös in Klimaschutzprojekte rund um die Welt investiert wird. Hier werden klimabelastende fossile Energiequellen durch erneuerbare Energien ersetzt oder Energieeffizienz-Maßnahmen realisiert. Damit werden klimawirksame Emissionen ‘eingespart’, was nun in dem Kompensationsmodell unvermeidliche Emissionen anderswo ausgleichen kann. Global gesehen wird also kein zusätzliches Treibhausgas freigesetzt.

Klimaprojekte in Taiwan und Honduras

Knauber unterstützt über die Zertifikate Klimaschutzprojekte in Honduras und Taiwan. Beide Projekte sparen nachweislich klimawirksame Emissionen ein. Bei dem Projekt in Honduras handelt es sich um ein Wasserkraftwerk, dessen durchschnittliche Emissionsminderung circa 20.000 Tonnen CO2 beträgt. Mit dem Wasserkraftwerk wird in Zukunft CO2-neutraler Strom für das staatseigene Energieunternehmen National Electric Energy Company in Honduras produziert. Das Projekt hat den Standard VCS (Voluntary Carbon Standard) und ist seit 2004 in Betrieb.

In Taiwan werden zwei Windpark-Projekte mit 65 Windrädern unterstützt. Auch hier entsteht mit der Stromerzeugung durch Windkraft kein Karbondioxid-Ausstoß. Dies führt zu einer direkten Kompensation der Treibhausgase aus dem karbonintensiven taiwanesischen Stromnetz, das hauptsächlich durch Kohleenergie versorgt wird. Das Projekt erhält den Standard GS VER (Gold Standard Voluntary Emission Reduction) und ist seit 2007 in Betrieb.

Die von Knauber unterstützten Projekte dienen nicht nur der CO2-Kompensation, sondern schaffen Arbeitsplätze und stärken die örtliche Wirtschaft. Außerdem wird so das klimafreundliche Wachstum in diesen Ländern gefördert. Knauber hat sich bei der Umsetzung des Kompensations-Modells für die Schweizer Firma South Pole entschieden, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Zertifikatehandel.

Über Knauber

Knauber, www.knauber.de, ist ein 100%iges mittelständisches Familienunternehmen mit Sitz in Bonn. Im Unternehmensbereich Freizeit führt Knauber sieben Freizeitmärkte mit über 30 Sortimenten. Der Unternehmensbereich Knauber Energie umfasst verschiedene Geschäftsfelder. Das Unternehmen entwickelt innovative, kundenfreundliche Lösungen und betrachtet seine Service-Orientierung seit der Gründung im Jahre 1880 als eine seiner größten Stärken. Knauber beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter.

 
 
Pressekontakt
Carl Knauber Holding GmbH und Co. KG · Kay Harney · kay.harney@knauber.de
Telefon 0228 512-197 · Fax 0228 512-9197